Initiative Menschlichkeit

„LERNEN, WAS UNS ÜBER DIE MASCHINEN ERHEBT, ERKENNEN, WAS ÜBER DEN EGOISMUS HINAUS IN UNS ALS MENSCH LEBEN WILL, SICH FREILASSEND BEGEGNEN IM GEGENSEITIGEN WAHRNEHMEN, VERSTEHEN UND ZUSAMMENWIRKEN IST DIE FORDERUNG UNSERER ZEIT.“

Ein Fest der Begegnung

„Menschlichkeit!
Was ist Menschlichkeit?
Wie kann ich sie erkennen?
Was kann ich für sie tun?“

Wir wollen Menschen zusammenbringen und ihnen Gelegenheit zur Begegnung bieten, denen die Frage, was ist Menschlichkeit, wie kann ich sie erkennen oder was kann ich für menschliche Lebens­verhältnisse tun, ein Herzensanliegen ist.

Jeder Mensch ist eingeladen, dem die Frage nach der Menschlichkeit ein Herzensbedürfnis ist, der ein Interesse daran hat, wie diese Frage in seinen Mitmenschen lebt und der potenziell mit ihnen zusammenarbeiten will.

MENSCHEN SEHEN MENSCHEN

Der Einladungsprozess soll bereits Teil des Wahrnehmungs- und Begegnungsprozesses sein. Jeder Mensch, der diese Initiative wahrnimmt und befürwortet, ist gebeten, in seinem Umkreis Menschen anzusprechen, die aus seiner­ Sicht auch ein Interesse an dieser Initiative haben könnten.

Es geht um Begegnung und potenzielle Zusammen­arbeit, die vollständig auf die menschliche Individualität baut. Daher gibt es keine Statuten oder Regeln – nur die Frage nach der Menschlichkeit. Alles soll sich aus der Begegnung heraus entwickeln, aus den Willensimpulsen, Empfindungen und Zielen der Teilnehmer.

Bildhaft gesprochen kann der Einladungsprozess als ein Ausschwärmen betrachtet werden, und das Treffen vom 29.09. bis 01.10.2017 als ein Fest der Begegnung. Potenziell kann dieser Prozess auf unbestimmte Zeit weitergehen, mit Initiativgruppen in vielen Orten und Ländern, mit vernetzten Initiativen und jeweils besonders organisierten Begegnungsfesten – wenn wir es gemeinsam wollen.

Jeder, der eingeladen ist, darf sich mitgestaltend bei den Begegnungsfesten einbringen, sofern er sich mit den Organisatoren abstimmt. Dies ist jedoch keine Voraussetzung zur Teilnahme. Daher sind die folgenden Fragen bei der Anmeldung optional zu beantworten:

Willst Du etwas beitragen?

Was willst Du tun und wie willst Du es gestalten?

Hast Du eine Initiative, die Du vorstellen möchtest?

WARUM IST ES ZEIT FÜR DIESE INITIATIVE

Die Frage nach der Menschlichkeit drängt sich uns unausweichlich von allen Seiten auf. Die rasant fortschreitende Digitalisierung, Maschinisierung und Automatisierung beherrscht mittler­weile alle Lebens- und Arbeitsprozesse. Wir stehen mitten in einer kompletten Umwandlung der gesamten menschlichen Lebens- und Weltverhältnisse.

Obwohl mit der Digitalisierung auch ein großes Maß an Arbeitserleichterung verbunden sein kann, wächst doch gleichzeitig die Frage nach dem Wesen und der Aufgabe des Menschen. Denn die Mehrheit der Menschen wird voraussichtlich innerhalb weniger Jahre von technologie­bedingter Arbeitslosigkeit bedroht oder möglicher­weise untergeordnet dienender Teil von maschinell gesteuerten Prozessen sein – das kann die verschiedensten Bereiche betreffen, von Kassierer­innen, Lkw-Fahrern und Pflegepersonal bis zu Lehrern, Rechtsanwälten, Ingenieuren, Journalisten und Ärzten.

Auch die zunehmende Gewalt und Grausamkeit, das Flüchtlingssterben im Mittelmeer, das Auf­einanderprallen von Kulturen und die Schwierigkeiten bei der Integration von Flüchtlingen, kalter Kapitalismus und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich mit steigender Gefahr der Alters­armut stellen die Frage nach der Menschlichkeit.

Positiv stimmen können indes zahlreiche Beispiele des sozialen Engagements und Umweltschutzes sowie die Welle aufopferungsvoller Hilfsbereitschaft, mit der hunderttausende Menschen in Not durch Zivilpersonen in einigen europäischen Ländern empfangen wurden.

Die Situation ist komplex und vielfach fehlt es an Richtgrößen zur Orientierung. Einfache Rezepte und ihre Vertreter haben Hochkonjunktur – seien es nationale Populisten, weltfremde oder simplifizierende Religionsrichtungen, der Glaube an die selbstregulierende Macht des Marktes, an Darwinismus oder an die heilende Kraft des technologischen Fortschritts. Schlüssige Antworten sind nicht in diesen Bewegungen zu finden. Doch wäre es weltfremd, die zugrunde liegenden Motive zu ignorieren, die letztlich in der mehr oder weniger bewussten und unterschiedlichen Beantwortung der Frage nach dem Wesen und Ursprung, Sinn und Ziel des Menschen gründen und damit verbunden in der Frage nach der Sicherheit in der Unsicherheit.

Aber die – freilassende – Suche nach Antworten lohnt sich. Eine freie und offene Gesellschaft, die auch die Frage nach der Gleichheit vor dem Recht und nach menschenwürdigen wirtschaftlichen Verhältnissen im Blick hat, muss mühsam verteidigt oder neu erkämpft werden. Gleichzeitig führt die zunehmende Digitalisierung der Kommunikation und der Lebensprozesse bei all ihren Vorteilen dazu, dass wir immer weniger Gelegenheit haben, in eine unmittelbare, echte menschliche Begegnung zu kommen.

Die positiven Kräfte zu verstärken, echte Begegnung, Wahrnehmung und Allianzbildung für Initiativen zu ermöglichen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Beruf, Nationalität, sozialer Herkunft, politischem Interesse, Weltanschauung oder Religion, sind daher eine Notwendigkeit für eine menschenwürdige Gestaltung unseres Lebens – in möglichst vielen Orten und Ländern.

 

Sie möchten unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen?

Wir freuen uns über Ihre Hilfe! Unser Spendenkonto

 
Initiative Menschlichkeit | Webservice by bense.com | Impressum | Datenschutz | Kontakt
imnk-dolu 2017-09-23 wid-17 drtm-bns 2017-09-23
Google